AUTORUNDREISE MARITIMES KANADA – einmal anders
(diese Routenbeschreibung ist durch Copyright 2009 geschützt)
Die „Maritimes Canada-Rundreise – einmal anders“ ist ganz einfach: Sie übernachten an zwei von uns empfohlenen Knotenpunkten und machen Sternfahrten…..kein ständiges Kofferaus- und einpacken, auch mal faulenzen, und außerdem helfen Sie der Umwelt durch geringeren Spritverbrauch.
Von uns empfohlene Standorte:
Erster Teil: Little Shemogue Country Inn, Little Shemogue, New Brunswick
Zweiter Teil: White Point Beach Resort, White Point, NS
Besonderheiten:
- am Meer
- ausgiebige Tagesfahrten nach Prince Edward Island, in New Brunswick und Nova Scotia, zu vier Nationalparks, Walbeobachtungen, Strände, kleinen scherdörfchen, tolle Restaurants, örtliche Delikatessen, Hummer, aufgeschlossene Menschen, Kanufahren, und viel Wild
- Städtebummel, riesige Einkaufszentren, romantischer Flair
- streßfreie Besichtigungen
- Zeit zum Entspannen und ……. man sieht trotzdem alles
UND….wie bei allen unserer Empfehlungen basiert auch diese Reise auf unseren persönlichen Erfahrungen.
Hier geht’s los mit der Tagesbeschreibung
1. Tag Ankunft in Halifax und Fahrtenbeschreibung zum Little Shemogue Country Inn in New Brunswick
Bevor wir Ihnen erklären wie Sie zu Ihrer ersten Unterkunft kommen, möchten wir ein bißchen das hiesige Straßensystem erklären, das zwar in allen Provinzen ein wenig variiert, aber auf dem ähnlichen Systemen basiert:
Straßensystem:
In Nova Scotia sind die Straßen in Kategorien aufgeteilt. Die größeren Straßen oder Highways in Nova Scotia sind oft den Autobahnen vergleichbar, und haben eine „100“ Nummer (101, 102, 104, etc.(normalerweise sind diese zwei- oder vierspurig mit gekennzeichneten Auf- und Ausfahrten). Es gibt nicht die in Deutschland üblichen Autoraststätten, man muß dann vom Highway herunter, entsprechende Serviceleistungen befinden sich oft in der Nähe des Highways oder im nächsten Ort. Ein Teil des Highway Nr. 104 zwischen Truro und Amherst auf dem Weg nach New Brunswick) ist eine Mautstraße, die Maut beträgt derzeit (Ende Anfang März 2010) pro Auto inkl. Insassen CAD$ 4,00.
Fahrtenbeschreibung vom Stanfield International Halifax Airport nach New Brunswick
Für die nachfolgend beschriebene Tour brauchen Sie ca. 3 Stunden Fahrtzeit.
Nachdem Sie Ihr Mietauto übernommen haben und das Flughafengelände verlassen, nehmen Sie die rechte Fahrspur und folgen den Schildern Richtung Truro, dies bringt zum Highway Nr. 102 North (Norden)
Nach ca. 25 km fahren Sie an dem unscheinbaren Dörfchen von Shubenacadie vorbei und überqueren den gleichnamigen Fluß, der das längste Flußtal in Nova Scotia durchzieht; Milchwirtschaft bestimmt hier die Landschaft und das Leben der Leute. Das Wort „Shubenacadie“ ist möglicherweise der erste Ortsname der Mi’kmaq-Sprache, aber wahrscheinlich nicht der letzte, den Sie auf Ihrer Reise hören werden. Wörtlich übersetzt heißt der Name soviel wie „der Platz wo die Bodennüsse wachsen“. Bevor die Europäer sich im späten 15. Jahrhundert hier niederließen, bewohnten die Mi’kmaq-Indianer den größten Teil Atlantik-Kanadas. Von den europäischen Siedlern wurden sie häufig „Micmac“ genannt, was von heutigen Abkömmlingen, die die vielen kleinen Gemeinden in ganz Nova Scotia bevölkern, abgelehnt wird. Mi’kmaq ist ein Adjektiv wie in „Mi’kmaq Gemeinde“ oder Mi’kmaq Leute oder Volk.
Kurz vor Truro, nach ca. 60 km vom Flughafen, kommen Sie zum Millbrook Mi’kmaq Reservat. Über die Ausfahrt Nr. 13A )die Beschilderung zeigt „Treaty Connector“ an kommen Sie zu einer Ausfahrt, die den ansässigen Mi’kmaq erlaubte ein kleines Geschäftszentrum auf ihrem Land zu eröffnen. Es gibt dort ein Kino, einen Motorhome-Vermieter und andere Serviceleistungen . Das neue „Glooscap-Zentrum“ nach dem Gott Glooscap benannt ist recht sehenswert und bietet Ausstellungsstücke aus dem Leben der Indianer. Eine große Glooscap-Statue, dem Highway abgewandt, steht neben dem Zentrum.
Ca. 1 km hinter Millbrook passieren Sie Truro, eine für Atlantik-Kanada mittelgroße Stadt, bei der Sie einen kleinen Fluß, den Salmon River, überqueren, bevor Sie auf den Highway Nr. 104 treffen. Dieser winzige Fluß is sage und schreibe der obere Zulauf des Minas Basins, dem Teil der Fundybucht in dem der höchsten Gezeitenhub der Welt gemessen wurde. Reguläre Wasserstandsunterschiede zwischen Ebbe und Flut bewegen sich zwischen 12-14 Metern. Der gemessene Weltrekord liegt bei 18 Metern!! Zweimal täglich füllt und leert sich das Basin wie eine Badewanne…. an einigen Stellen tritt das Wasser bis zu 2 und 3 Kilometer zurück.
Bei hereinkommendem Wasser kommt das Wasser so schnell, wie ein sportlich trainierter Mensch auf normalem Boden sehr schnell laufen kann – etwas was man nicht ausprobieren sollte, da manchen schon die Flut schneller eingeholt hat als er dachte. In diesen Tidengewässern kann man auch angeln. In der Vergangenheit und teilweise heute noch errichtete man sog. Fischfallen, „Weirs“ genannt. Sie bestehen aus einem riesigen Netz, das an Pfosten im flachen Küstengebiet aufgestellt wird. Die Flut bringt Fische ins Netz, aus dem sie bei Ebbe nicht herauskönnen. Sechs Stunden später wurde der Fisch dann mit Pferd und Wagen eingesammelt.
Sie werden noch Gelegenheit haben, die Küste der Fundybucht genauer zu studieren, während Sie sich im Little Shemogue Country Inn aufhalten. Ein weitere Möglichkeit, den Ufern des Minas-Basins zu folgen besteht auf der Rückfahrt von Little Shemogue nach White Point auf dem zweiten Teil Ihrer Reise.
Jetzt aber fahren Sie erstmal weiter auf der Ihnen ja schon bekannten Nr. 102 bis Sie auf den Trans-Canada-Highway treffen, der hier die Nr. 104 führt, folgen der Beschilderung nach Amherst. Die Trans-Canada-Highway-Schilder sind grün und weisen ein Ahornblatt auf.
Hinter der Ausfahrt Nr. 10 (bleiben Sie aber bitte immer auf der Nr. 104) beginnt die Mautstraße ($4 für Auto und Insassen), die Sie durch die Cobequid-Hügel führt. Im Herbst oder Indianersommer ist diese Strecke besonders schön, im Winter dagegen wegen ihres vielen Schnees berühmt-berüchtigt. Vor Jahrhunderten gab es hier Kohle- und Eisenerzabbau und das kleine Springhill wurde durch einen tragischen Minenkollaps berühmt. Heute werden in der Gegend vor allen Dingen wilde Blaubeeren gesammelt und in Massen exportiert sowie Ahornsirup produziert. In Oxford (Ausfahrt Nr. 6) können Sie diese Köstlichkeiten in einem Museum kaufen.
Weiter an Amherst vorbei kommen Sie zu den riesigen Deichgebieten, die die Provinzen Nova Scotia und New Brunswick voneinander trennen. Man nennt dieses Gebiet auch die „Trantramar-Marschen“, ein vom Französischen abgeleiteter Name der sich auf die lauten Geräusche von Hunderttausenden von Enten und Gänsen bezieht, die hier zum Fressen landeten.
Nachdem Sie über die „Grenze“ zur Provinz New Brunswick gefahren sind, trägt der Highway, auf dem Sie bisher fuhren, nun die Nr. 2, aber das grüne Ahornschild bleibt das Kennzeichen für den Trans-Canada-Highway. Nehmen Sie die erste Ausfahrt, Nr. 513, in Richtung Prince Edward Island. Diese Straße hat die Nummer 16, die Sie ca. 25 km bis zu einem Kreisverkehr in der Nähe von Port Elgin fahren. Im Kreisverkehr orientieren Sie sich Richtung Richtung Shediac. Nach ca. 10 km biegen rechts in die Nr. 955 ein. Nach weiteren 6 km erreichen Sie auf der linken Seite das rote mit weißem Trim gestrichene „Little Shemogue Country Inn“, das für die nächsten Tage Ihr Zuhause in Atlantik-Kanada sein wird. Es liegt direkt am Meer.
1. TEIL IHRER ATLANTIK-KANADA-REISE
Das Haupthaus des Little Shemogue Country Inns war ein altes Farmhaus, das komplett von einem anderen Ort an diese Stelle gebracht wurde. Einmal dort, wurde das alte Gebäude von den beiden Besitzer, Klaus und Petra Sudbrack, bis auf das Grundgerüst ausgeweidet und neu gebaut. Die kleinen Räume im Erdgeschoß bilden das Restaurant, dass sich über mehrere kleine schnuckelig mit Antiquitäten ausgestattete Räume verteilt. Jede Restaurant-Ecke hat ihr eigenes Flair. Zwei Zimmer im Erdgeschoß und drei im ersten Stock sind mit viel Liebe und Geschmack im Stil eines französischen Landhauses von Petra persönlich ausgestattet. Links vom Haupthaus verläuft ein Wasserlauf der Shemogue-Bucht, über dessen Brücke man den neu erbauten, tollen Log Point erreicht. Mit dicken Bohlen, alten Möbeln, deckenhohen Fenstern und einem Ausblick zum Träumen eine Augenweide für jeden Gast. Im unteren Bereich finden sich zwei Suiten, im oberen nochmals zwei. Dazu steht Gästen ein Whirlpool-Haus direkt am Wasser zur Verfügung. Viele Blaufischreiher kann man von hier aus beobachten und im Winter geht man auf die zugefrorene Bay zum Eisfischen. Beim nahegelegenen Shemogue-Häfchen kann man Austern fischen. Ein Strand lädt zum Laufen ein, ein nur wenige Kilometer weiter liegender Provinzpark zum Wandern.
Nicht zu vergessen das Abendessen, für das man sich unbedingt anmelden muss. Es gibt zwar nur ein festes Menü (4 Gänge), aber dafür vom Feinsten. Wir kennen ausserhalb von Montreal und Halifax kein besseres Restaurant. Die Eigentümerin Petra ist auch gleich der Chefkoch, wurde von einem 3-Michelin-Sterne-Koch, der sich hier mal niedergelassen hatte, trainiert. Das bleibt hängen!!! Deshalb ist dieses Inn auch ein Haus für Wiederholer.
Übrigens, Abendessen gibt’s um 19:00 Uhr – bitte nicht zu spät kommen!
Ausflüge Nr. 1, 2 3 und 4 von Little Shemogue aus
Ein oder auch gerne zwei Tagestouren nach Prince Edward Island dürfen Sie nicht versäumen. Die nachfolgend beschriebenen Touren sind zu Ihrer Auswahl bestimmt, Sie können diese nicht alle in eimen Ausflug abfahren. Sie sind alle schön und interessant.
Es gibt zwei verschiedene Zugangswege zur Insel, die Confederation-Brücke, eines der neueren Wahrzeichen Kanadas und mit 12.9 Kilometern die längste Brücke über eisformendem Wasser. Die Brücke liegt nicht weit vom Little Shemogue Country Inn entfernt. Südlich von der kleinen Provinzhauptstadt Charlottetown gibt es eine Fähre nach Nova Scotia. Die beiden Zufahrtswege sind kostenmäßig kombiniert. Wenn man zuerst über die Brücke nach Prince Edward Island (auch kurz PEI genannt) fährt und die Insel mit der Fähre verläßt, zahlt man die Nutzungsgebühr auf der Fähre. Umgekehrt zahlt man auf der Brücke. Also immer dann, wenn man die Insel verläßt. Nimmt man die Brücke beide Male, zahlt man auf der Rückfahrt auf der Brücke.
Vom Little Shemogue Country Inn aus nimmt man die Nr. 955 South (Süden) und trifft nach ca. 20 km auf die Nr. 16, die nach 3 km auf die Confederation Bridge nach Prince Edward Island führt.
PEI ist mit 567.000 Hektar und nur 130.000 Einwohnern Kanadas kleinste Provinz, aber auch die mit der meisten Geschichte. Die ländliche Provinz ist nämlich die Geburtsstätte des heutigen Kanadas, und zwar im Jahre 1863. Die heutige Wirtschaft hängt weitgehend von der Landwirtschaft ab, vornehmlich Saatkartoffeln, Fischfang und Tourismus. Die stille Landschaft mit ihren sanften Erdwellen und vielen Farmen gibt einem das Gefühl als sei man 100 Jahre zurückversetzt. Wer sich für mehr interessiert, sollte das Buch „Anne of Green Gabels“ lesen, das auch ins Deutsche übersetzt wurde. Wer genügend englisch kann, besorgt sich die Originalversion. Die Jugendnovelle der Schriftstellerin Lucy Maud Montgomery gibt einem einen guten Überblick, wie man vor hundert Jahren lebte und wie es heute noch in den kleinen Dörfchen gehandhabt wird. Aber auch hier hat der Fortschritt nicht halt gemacht. Fantastische Badestrände (die nördliche Küste weist mehr als 40 km feinsten Sandstrände auf – und das weitgehend menschenleer). Auf Mallorca lägen hier bestimmt schon hunderttausende an Strandliegen.
Wer sich von den weitläufigen Stränden und der pastoralen Landschaft nicht vereinnahmen läßt, der wird das leuchtende Farbenspiel von roter Erde (eisenhaltig), grünen Feldern, Wiesen und Wäldern und dem tiefblauen Himmel und Meer nicht vergessen können.
Nach dem Sie die Brücke verlassen, kommen Sie auf PEI zuallerst zum Gateway Village. Ob dies eine Attraktion ist, darüber läßt sich streiten. Allerdings gibt es hier eine ausgezeichnete PEI Touristeninformation, in der Sie neben mündlichen Informationen auch Kartenmaterial und viele Prospekte und Bücher erhalten. Außerdem hat das Village einen sog. Liquor Store, ein staatliches Geschäft, in dem Alkohol verkauft wird.
Vom Gateway Village nehmen Sie den Trans-Canada Highway (hier die Nr. 1) über 8 km bis zu einer Kreuzung. Folgen Sie der Beschilderung für die Route Nr. 1 in Richtung Charlottetown.
Eine langjährige Gemeindetradition sind die „lobster suppers“ „Hummeressen“, die auf der Insel angeboten werden. Am schönsten sind die von Gemeinden organisierten, es gibt allerdings auch kommerzielle, wie das in New Glasgow. Wir essen Hummer und Austern lieber am Hafen in Charlottetown, hinter dem Delta Prince Edward Hotel. Die Touristeninformation im Gateway Village kann Ihnen Auskunft geben.
Charlottetown ist Provinzhauptstadt und einzige Stadt auf PEI. Ein Museum, Galerien, ein Stadttheater sowie mehrere historische Stätten erinnern an die Vereinigung verschiedener Kolonien zu einem vereinigten Kanada. Die Stadt kann man wunderbar zu Fuß erobern, besonders die Innenstadt und das Hafengebiet sind ideal. Im Sommer laufen Ihnen in der Founder’s Hall am Confederation Landing die kostümierten Gründungsväter über den Weg.
Wenn auch winzig, wir finden das Städtchen faszinierend. Von hier aus kann man die kleine Insel in alle Richtungen erkunden:
z.B. zum Prince Edward Island Nationalpark, der zwar mit 18 qkm einer der kleinsten Nationalparks Kanadas ist, aber immerhin stolze 40 km Küste entlang des St.Lorenz-Stroms aufweist. Und so kommen Sie hin: Von Charlottetown nehmen Sie den Highway Nr. 2 East (Osten), fahren dann Nr. 25 und Nr. 220 bis Rustico/Dalvay direkt am Park. Von hier aus haben Sie die Wahl der Qual, bewachte Strände, Strandbesucher, Essensstände, etc. (nur in der Hochsaison vom 1.Juli bis zum ersten Wochenende im September) und einige Kilometer weiter die berühmten endlosen rötlichen Sandstrände, wo man kaum noch eine Seele sieht. Das Gebiet um Cavendish herum ist das Haupttourismusgebiet auf der Insel. mit Wachsmuseum, imitierter Space Shuttle, usw. Und natürlich die historischen Stätten, die sich auf Montgomerys Buch Anne of Green Gables beziehen wie z.B. das Anne of Green Gables-Haus im Nationalpark. Wer viel Verkehr vermeiden will und lieber die Weite der Strände vorzieht, geht hier im Sommer nicht hin.Von Cavendish führt die Nr. 6 ueber Stanley Bridge nach Kensington. Wenn Sie von hier aus die Nr. 2 West nehmen, kommen Sie nach 8 km nach Traveller’s Rest. Zurück gehts dann nach links ueber die Nr. 1A Richtung Borden und auf die Confederation-Brücke (ca. 28 km). Beim Überqueren der Brücke müssen Sie dann die Maut bezahlen.
z.B. zu den „Singing Sands“ von Prince Edward Island, die Sie im Westen der Insel finden oder den Greenwich-Teil des PEI Nationalparks. Oder das wunderschöne Panmure Island und noch einige weitere schöne Stellen. Und so kommen Sie hin: Nehmen Sie von Charlottetown die Nr. 2 nach Morell und St.Peters. Hier gibt es übrigens ein schönes Restaurant im St.Peters Country Inn (vorher anrufen, ob offen ist). Sie treffen auf die Nr. 313, biegen Sie links in die 313 ein, die dann nach kurzer Zeit scharf links abbiegt und entlang einer langgezogenen Bucht zum Greenwich Nationalpark führt. Wenn Sie an der Abbiegung zum Greenwich NP geradeaus fahren, geht die Straße in die Nr. 16 nach East Point zu einem Leuchtturm. Wenn Sie die Nr. 16 weiterfahren, kommen Sie nach Elmira, dem östlichsten Punkt des Confederation Wander- und Fahrradweges, der über die gesamte Insel führt. Sie kommen weiter zum Basin Head Provinzpark, in dem Sie die weißesten Sandstrände finden. Ganz in der Nähe liegen die „Singing Sands“, (der Sand „singt“, wenn Sie darauf laufen). Das nahegelegene Souris ist ein alter Hafen, von dem heute vor allen Dingen die Fähre zu den Magdalenen-Inseln ablegt (Isles de la Madeleine), die zur Provinz Quebec gehören und deshalb vorwiegend französisch-sprechend sind. Die Magdalenen sind eine flache sandige Inselgruppe, die mit ihren Buchten und Lagunen nicht nur bei Windsurfern beliebt ist. Von Souris geht’s zurück auf die Route 2.
z.B. Ein weiterer schöner Abstecher von Charlottetown ist die Halbinsel von Panmure Island und der gleichnamige Provinzpark. Man nimmt von Charlottetown die Nr. 3 über Vernon River bis Sie auf die Nr. 4 stoßen. Von hier aus haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können einmal nach rechts abbiegen Richtung Montague, einem kleinen Örtchen, von dem man Bootstouren zu den Seehundkolonien unternehmen kann. Hinter Montague biegen Sie dann von der Nr. 4 auf die Nr. 17 Richtung Panmure Island. Hier gibt es die schönsten Sandstrände, die Sie sich vorstellen können (obwohl wir das auch schon bei anderen Sandstränden gesagt haben). Die 17 führt dann über Murray River auf die Nr. 4 zurück, die den Fahrenden bis zu Wood Island bringt, von der man eine Fähre nach Caribou/Pictou in Nova Scotia nehmen kann. Eine Alternative zu Panmure Island ist der Brudenell River Provincial Park zum Golfspielen, Kanufahren, etc.
z.B. Wer vom Little Shemogue Country Inn kommt, will möglicherweise nicht den gesamten Westen Prince Edward Islands erforschen. Einen kontrastreichen und malerischen Teil PEIs haben wir bisher ausgelassen: den Osten der Insel. Und so kommen Sie hin: Von New Brunswick kommend nimmt man nach dem Verlassen der Brücke die Nr. 1A bis Kensington nicht weit von der Malpeque Bay. Übrigens kommen von der Malpeque-Bucht die schmackhaften Austern – unbedingt empfehlenswert. Nehmen Sie von Kensington die Nr. 2 nach Nordwesten über Miscouche und Portage. Kurz hinter Portage geht eine Straße, die Nr. 14 nach Westen zum Cedar Dunes Provincial Park, eine weitere traumhafte Dünenlandschaft, an der der West Point Leuchtturm liegt, in dem es auch ein Restaurant gibt (bitte vorher erkundigen, ob geöffnet, da der Leuchtturm meist nur in der Hauptsaison bis Labour Day (immer erstes Wochenende im September) auf hat. Wenn Sie den Abstecher der Nr. 14 nicht nehmen, sondern auf der 2 weiter nach Norden fahren, kommen Sie zum Mill River Provincial Park, in dem man ebenfalls Kanufahren und Golfen kann. Es gibt dort auch ein Resort. Über einen Abstecher, der Nr. 150, kommen Sie nach Alberton, einem kleinen netten Ort an der Küste, die wir hier auch sehr schön fanden. Oder Sie fahren geradeaus nach Norden bis Tignish, das kürzlich durch einen Windpark bekannt wurde.
Ausflug Nr. 5 Von Little Shemogue nach Moncton
Von der 955, an der das Inn liegt, fahren Sie zurück bis zu Nr. 15 und mit einem Rechtsabbieger begeben Sie sich Richtung Moncton, das Einkaufszentrum der Maritimes. Ein Abstecher von der Nr. 15, die Nr. 133 bringt Sie nach Shediac, der selbsterklärten Hummer-Hauptstadt und dem Parlee Beach Provincial Park, ein bei Einwohner sehr beliebter und belebter langer Sandstrand. Bei Shediac kommt die 15 zusammen mit der Nr. 11. Linksabbiegend führt sie nach Dieppe am Rande von Moncton mit Champlain Place, einem gut sortierten Einkaufszentrum. Das Zentrum liegt an einem Kreisverkehr, von dem auch ein Abstecher in die Moncton-Innenstadt führt. Dort gibt es mehrere kleine Geschäfte und Restaurants.
Einen riesigen Einkaufskomplex erreichen Sie auf der Strecke Richtung Fredericton, wenn Sie vor Moncton die Ausfahrt 19B auf den Trans-Canada-Highway nehmen. Mehrere Kilometer weiter liegt Ausfahrt 454, Mapleton Rd. mit großen Geschäften aller Couleur. Moncton gilt als Knotenpunkt zu den Maritimes und als Tor zur Fundybucht und zum Fundy Nationalpark. Die Stadt besteht aus einer Mischung englisch- und französisch-sprechender Kulturen. Die mit nur 60.000 Einwohnern kleinere Stadt ist bekannt für den „Magnetic Hill“, an dem Autos ohne Motorkraft offensichtlich die Gravitätsgesetze mißachtend, bergan rollen.
Ausflug Nr. 6 Von Little Shemogue zum Fundy Nationalpark
Sie fahren wie in Ausflug Nr. 5 beschrieben über Shediac, an Moncton vorbei und überqueren den Petitcodiac-Fluß nach Riverview. Flußabwärts geht es über Hillsboro (ca. 38 km) nach Hopewell Cape (ca. 11 km) bis Moncton. Hopewell Cape ist eine der besten Stellen in Atlantik-Kanada den höchsten Tidenhub der Welt hautnah mitzuerleben. Man muß eine Eintrittsgebühr bezahlen, wenn man auf den Meeresboden bei Ebbe herunter will. Und das kann man hier wirklich: Bei Ebbe liegt der Meeresboden bloß und man kann hier um die Sandsteinfelsen, die wegen ihrer Bewachsung auch „Flower Pots – Blumentöpfe“ genannt werden, herumlaufen. Sechs Stunden später, wenn die Flut hereinkommmt, sind diese Blumentopffelsen bis zu 14 Meter oder mehr unter Wasser. Die Sandsteintürme bestehen aus weichem rötlichem Gestein, daß durch jahrhunderte-lange Verwitterung und die Macht des Meeres zu diesen merkwürdigen Türmen geformt wurde. Im dazugehörigen Besucherzentrum gibt es ausführliche Informationen und gute Ratschläge, ob es sicher ist, den Meeresboden zu besuchen.
Ca. 44 km hinter Hopewell überqueren Sie beim Dorf Alma den gleichnamigen Fluß und kommen zum Eingang des Fundy Nationalparks. Das Besucherzentrum befindet sich kurz hinter der Einfahrt. Zahlreiche Informationen und Kartenmaterial zu Wanderwegen, und den möglichen Aktivitäten erhalten Sie von ortskundigem Parkpersonal. Wir persönlich empfehlen den Rundgang zu den Third Vault Falls, der einen guten Nachmittag in Anspruch nimmt. (gutes Schuhwerk ist Bedingung). Wer’s nicht so lang mag, nimmt den Dickson Falls Trail, für den man weniger als eine Stunde braucht. Weniger Wanderfreudige fahren nach Hastings Cove und Point Wolfe und bewundern die schöne Felslandschaft des Fundy. Vogelfreunde werden hier die seltener gewordenen Wanderfalken erleben.
Um zum Little Shemogue zurückzufahren, können Sie entweder die gleiche Route wie auf dem Hinweg nehmen oder Sie fahren weiter durch den Park nach Norden (Highway Nr. 114), der Sie zur Nr. 1 bringt, die Sie über Salisbury und Moncton zurück zum Trans-Canada-Highway, Nr. 2 bringt. Von hier aus fahren Sie bis zur Nr. 15 (Ausfahrt Nr. 467) und von da aus findet Ihr Auto den Weg zum Little Shemogue schon ganz alleine.
Ausflug Nr. 7 Von Little Shemogue nach Saint John
Dieser Ausflug könnte ein Teil des Ausfluges Nr. 6 werden. Die gesamtbeschriebene Strecke beläuft sich auf 440 km hin und zurück.
Wenn Sie direkt nach Saint John fahren, fahren Sie wieder von der Nr. 955 zum Highway Nr. 15. Nach ca. 50 km kommen Sie auf den Trans-Canada-Highway an der Ausfahrt 19. Dem TCH folgen Sie nach Westen bis Sie ca. 44 km hinter Salisbury auf die Nr. 1 treffen. Über Sussex (ca. 41 km) geht es nach Saint John (ca. 116 km).
Von Sussex aus können Sie einen Umweg über das kleine St.Martins an der dramatischen Fundy-Küste machen. Nehmen Sie Ausfahrt 198 und fahren die Nr. 111 Richtung Süden ca. 50 km bis St.Martins. Hier wurden früher die letzten großen Holzschiffe gebaut. Geblieben sind die roten Klippen, fantastische Wanderwege entlang der Küste, Vogel-beobachtungen, Höhlen und die für New Brunswick typischen überdeckten Holzbrücken. Im Ort gibt es mehrere Country Inns, in denen man essen kann, aber Sie sollten sich vorher unbedingt anmelden.
10 km östlich von St.Martins liegt der vor einigen Jahren fertiggestellte Fundy Trail Parkway, den man mit Niedriggeschwindigkeit befahren kann. Parallel dazu hat man einen Fahrrad- und Wanderweg etabliert. Bisher sind von diesem beeindruckenden Trail nur wenige Kilometer gebaut, evtl. soll er bis zum Fundy Nationalpark führen – die Küstenlandschaft ist äußerst dramatisch. Von diesem Abstecher müssen Sie auf der gleichen Strecke nach Sussex zurückkehren oder Sie fahren weitere 50 km zum Highway 1 bevor Sie nach Saint John kommen.
Die kleine Stadt Saint John wurde 1783 von Flüchtlingen aus den Vereinigten Staaten, die Mitglieder des britschen Empires bleiben wollten, gegründet. Man nannte sie Loyalisten, die eine neue Siedlung im Busch erstehen ließen. Das heutige Stadtzentrum wurde vor einigen Jahren neu gestaltet, der Market Square mit seinen Fisch- und Gemüsemärkten im „Old City Market“ ist einen Besuch wert. Schmackhafte Würste, geräuchertes Fleisch, frischgebackenes Brot, frische Gemüse und Obst sowie kanadische Delikatessen wie Ahornsirup, Hummer, Austern, frischer Fisch sind hier zu haben. Das Besucherzentrum gibt Ihnen Auskunft über die historischen Wanderwege durch Saint John. Am meisten ist Saint John durch seine „Reversing Falls“ bekannt, die umgekehrten Fälle, die bei der hereindrückenden Flut den Fluss rückwärts kilometerweit ins Inland drücken. Ein interessantes Schauspiel der Macht der Gezeiten an der Fundybucht. Es gibt mehrere Bootstouren, die die Kraft des Wassers über die Schnellen ausnutzen.
Ausflug Nr. 8 Von Little Shemogue zum Cape Jourimain Nature Centre
Dieser Ausflug ist nur ca. 50 km lang (Hin- und Rückfahrt). Nehmen Sie die Nr. 955 nach Süden (South) Richtung Highway Nr. 16. Fahren Sie dann die Nr. 16 Richtung Bayfield und Prince Edwards Island. Nehmen Sie die letzte Ausfahrt VOR der Brücke.
Das Cape Jourimain Naturzentrum engagiert sich in Umweltkonservierung. Man kann z.B. sehen, wie „grüne“ Gebäude funktionieren. Man hat einen spektakulären Blick auf die beeindruckende Confederation-Brücke und die Küstenlinie der Northumberland-Wasserstraße, die Prince Edward Island von Nova Scotia trennt. Hier ist auch eine New Brunswick Touristeninformation, die inmitten einer gepflegten Umgebung interessante Ausstellungen beherbergt. Es gibt Wanderwege, ein Restaurant (Iceboat Landing Restaurant). In der Hochsaison werden auch geführte Touren angeboten. Eine gute Stelle für Vogelliebhaber und Naturbeobachter.
Ausflug Nr. 9 Von Little Shemogue zum Kouchibouguac Nationalpark
Einer von sieben Nationalparks in Atlantik-Kanada, von den Einheimischen Kouch (Kuutsch) genannt. Der Name des Parks leitet sich von einem Mi’kmaq Wort ab, das soviel heisst wie „Fluß der langen Gezeiten“. Und so kommen Sie hin: Auf der Nr. 15 geht’s die Küste ueber Cap Pelee und Shediac nach Norden. Im Parlee Beach Provinzpark finden Sie die wärmsten Küstengewässer nördlich der Karolinen (North and South Carolina). Diese Strecke bringt Sie allmählich ins Herz der Akadier, wo noch ein Altfranzösisch gesprochen wird, aber keine Sorge, in Geschäften, Unterkünften, Restaurants, und vor allem jüngere Leute sprechen natürlich auch englisch. Akadien entstand als französische Provinz bei der Eroberung von Teilen der heutigen kanadischen Ostküste durch die Franzosen und umfaßte Nova Scotia, Prince Edward Island, New Brunswick und einen Teil des US-Staates Maine. Mit den etwas langsameren Engländern, die sich zuerst in den Neuengland-Staaten breit machten, lieferte man sich erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Kontinent. Letztlich überwog die Macht der Engländer und die heutigen wenigen Nachfahren sind über die gesamte maritime Region verteilt, wovon die Acadian Shore (akadische Küste) von New Brunswick die zahlenmäßig größte Bevölkerung hat. New Brunswick ist deshalb eine offiziell zweisprachige Provinz.
Bei Shediac nimmt die Nr. 11 einen Bogen nach Norden; entlang der Küste gibt es kleinere Straßen in die gleiche Richtung. Ihr nächstes Ziel sollte Bouctouche sein mit den Bouctouche-Dünen. Im La Dune du Bouctouche Provinzpark erleben Sie diese einmalige Landschaft, die sich im Kouchibouguac Nationalpark in der Nähe des Ortes St.Louis de Kent.wiederholt. Eine Rechtsabbiegung auf die Nr. 117 bringt Sie in den Nationalpark. In allen kanadischen Nationalparks müssen Sie zu bestimmten Jahreszeiten Eintritts-gebühren zahlen. Die Hin- und Rückfahrt nimmt ca. 250 km in Anspruch.
Die Salzmarschen des Parks sind Teil eines der produktivsten Ökosysteme der Erde. Ob zu Fuß, mit dem Kanu oder Fahrrad, die man am Park mieten von privat mieten kann, Seehunde oder Wasservögel und eine endlose Sanddünen- und Lagunenlandschaft sind Ihre Begleiter. Die Badebuchten haben auch hier die warmen Gewässer der Northumberland-Wasserstraße.
2. TEIL IHRER ATLANTIK-KANADA-REISE
Der zweite Teil Ihrer Reise führt Sie in einem ganz anderen Teil Atlantik-Kanadas, am offenen Atlantik, zu vielen kleinen Küstendörfern, tiefeingeschnittenen Buchten, einem großen inländischen Nationalpark, Walbeobachtungen, Weingüter u.v.m.
Und so kommen Sie hin: Vom Little Shemogue Country Inn kehren Sie auf den Trans-Canada-Highway zurück und fahren auf der Nr. 104 bis Amherst in Nova Scotia. Die Provinz Nova Scotia ist das eigentliche Zentrum Atlantik-Kanadas. Sie bietet die vielfältigsten Landschaften von allen vier Atlantik-Kanada-Provinzen und hat auch die beste Infrastruktur. Von Amherst fahren entweder weiter bis zur Ausfahrt Nr. 15 und folgen dort der Beschilderung nach Halifax (ca. 100 km).
Wenn Sie früh am Morgen in Little Shemogue abgefahren sind, können Sie auch noch folgenden Abstecher einplanen. Sie verlassen den TCH schon an der Ausfahrt Nr. 4 und fahren die Nr.2, biegen dann nach rechts in die Nr. 302 durch Nappan. Diese Strecke führt Sie nach Truro entlang der Ufer des Minas Basin (ca. 140 km) und ist wesentlich schöner als der TCH. Sie bietet außerdem einen weiteren Abstecher zur Fossilienstätte in Joggins (ca. 40 km hin und zurück auf der Nr. 242 von Maccan über River Hebert). Joggins hat erst vor kurzem die Unesco-Deklaration als Weltkulturerbestätte erhalten. Der Küstenstreifen zwischen Joggins und Parrsboro ist weltbekannt für seine Fossilien- funde, man hat große versteinerte Baumstämme, Krabben, Pflanzen, und Halbedelsteine gefunden, die jedes Jahr wieder nach Stürmen durch die mächtigen Wellen der Fundybucht freigelegt werden.
Wenn Sie diesen Abstecher nicht nehmen, bleiben Sie auf der 302 bis Sie bei Southampton auf die Nr. 2 teffen. Das ist Blaubeerenland. Jeden Spätsommer werden wilde Blaubeeren geerntet und in alle Welt verschickt. Im Herbst tönen sich die flachen Blaubeerbüsche in ein leuchtendes Rot. Von hier geht’s auf der Nr. 2 weiter in das geologisch interessante Parrsboro. In 1985 machte man hier eine bedeutende Entdeckung an Dinosaurierüberresten, die die größte Ansammlung an Dinosaurierknochen auf dem amerikanischen Kontinent umfasste. Der kleinste Dinosaurierfußabdruck, den man je gefunden hat, ist ebenso darunter. Einige dieser Funde sind im neuen Fundy Geological Museum untergebracht.
Außerdem soll der Sage nach Glooscap, Gott der Mi’kmaq am Minas Basin gelebt haben. Sein Zuhause war auf der anderen Seite des Bassins, am Blomidon Cape in der Nähe von Wolfville und die Inseln des Five Islands Provinzparks unweit Parrsboro sollen dadurch entstanden sein, das Glooscap den Biber mit Schlammklumpen bewarf, weil der Biber ihn verärgert hatte. ….. So sagt die Sage.
Weiter auf diesem Abstecher kommen Sie bei Glenholme auf den Trans-Canada-Highway zurück und fahren Richtung Osten (East) bis zur Ausfahrt Nr. 15 bei Truro. Dort nehmen Sie die Nr. 102 am Airport Halifax.vorbei in Richtung Halifax. Nehmen Sie NICHT die Strecke „Via Bridges to Dartmouth auf der Route Nr. 118!!!!)
Wenn Sie zur Ausfahrt Nr. 1 kommen, nehmen Sie von dort die Route Nr. 103 mit South Shore beschildert. Diese fahren Sie über Liverpool bis White Point (Ausfahrt 20 a), ca. 150 km. An der Ausfahrt 20a biegen Sie links zum Highway Nr. 3 ab und biegen dann in diesen rechts ab nach WHITE POINT (ca. 7 km). Sie sehen dann die Einfahrt zum White Point Beach Resort auf Ihrer linken Seite.
Ausflug Nr. 1 Von White Point nach Liverpool
In den letzten 10 Jahren hat sich Atlantik-Kanada und teilweise auch im übrigen Kanada ein massiver Wandel vollzogen; die Städte breiten sich über ihren Kern hinweg ins Land hinaus während das übrige Hinterland eine regelrechte Landflucht, besonders von jungen Leuten erlebt. Halifax wächst, kleinere Städte wie Liverpool erleben einen Rückzug. Die alte Stadt, bekannt durch die Freibeuterei während der amerikanischen Kolonialkriege hat ein kleines Museum, Perkins House und das Queens County Museum, in dem die Geschichte der Handelsschiffe, die mit Waffen ausgerüstet auf feindliche Schiffe loszogen, wiedererlebt wird. Direkt hinter den beiden Museen kommt man zu einem alten Leuchtturm in malerischer Umgebung mit Blick auf den Hafen. Nicht weit vom Leuchtturm ist das Büro von Parks Canada, eine Dependance der Nationalparkbehörde, die Auskunft über den Kejimkujik Seaside NP gibt.
Ausflug Nr. 2 Von White Point nach Port Mouton und zum Kejimkujik Seaside NP
Wenn man von White Point weiter auf der Nr. 103 nach Westen fährt, passiert man die Hunts Point- und Summerville-Strände. Frisch geräucherter Lachs und eingelegter Fisch sind Delikatessen, die man hier erwerben kann. Das Hotel erklärt Ihnen gerne, wie Sie nach Port Mouton kommen, dort räuchert die Mutsaer-Familie unter dem Namen „Mersey Point Fish Products“ nämlich frischen Lachs, der auch fachgerecht verpackt wird.
Um zum Kejimkujik Seaside zu kommen, der übrigens den Küstenteils des im Inland wesentlich größeren Nationalparks Kejimkujik bestimmt, fahren Sie von White Point bis Port Joli. Bevor Sie an die Bucht kommen, biegen Sie links ab und folgen diesem Weg/Straße bis zum Ende, wo sich zur Linken ein einfacher Parkplatz befindet. Ein unebener Wanderweg führt in den Park hinein: ca. 45 Minuten Wandern bringen Sie zu den Harbour Rocks, an denen man oft sich sonnende Seehunde sieht und dem Strand des St. Catherine’s-Flusses. Der Kejimkujik Seaside Nationalpark ist wohl der schönste Küstenstreifen im Osten Kanadas. Lange, unberührte, weisse, feine Sandstrände und türkisfarbenes Wasser erinnern an die Karibik. Der kanadische Wald im Hintergrund kontrastiert dazu und die Kühle des offenen Nordatlantik läßt diese Vision schnell verschwinden. Die Strände des Parks sind die Heimat zahlloser Küstenvögel, zu denen auch der seltene Piping Plover (eine Strandläuferart) gehört.
Ein weniger anstrengender Wanderweg von ca. einer Stunde befindet sich hinter Port Joli bei Port Hebert, in einer sog. „Pocket-Wilderness“.
Ausflug Nr. 3 Von White Point zum Kejimkujik Nationalpark Inland
Kejimkujik Nationalpark ist einer von zwei Nationalparks in Nova Scotia und wurde schon vor 5000 Jahren von den Mi’kmaq-Indianern bewohnt. Die ersten europäischen Entdeckungsreisenden, die den kanadischen Halbkontinent eroberten, erforschten den westlichen Teil der Nova Scotia-Halbinsel mit dem Kanu, direkt durch den heutigen Kejimkujik. Viele altertümliche Artifakte wie Pfeilspitzen, Werkzeuge und Felszeichnungen wurden an dieser Kanuroute entdeckt. Und so kommt man hin: Von White Point kehrt man auf den Highway Nr. 103 zurück. An der Ausfahrt 19 folgt man der Nr. 8 North (Norden). Die Route 8 ist eine alte Holzfällerstraße, an der heute vor allen Dingen Industrieholz geschlagen wird. Daneben werden viele Weihnachtsbäume angebaut, die in die USA exportiert werden. In Caledonia, einem kleinen früheren Holzfällernest, ist ein Supermarkt, ein Liquor Store (Alkoholgeschäft) und ein Eisenwarenhandel, der auch Campingausrüstung anbietet. Reisende, die im Kejimkujik campen, haben hier und in einem kleinen Geschäft vier Kilometer vor dem Park (New Grafton Variety Store) die letzte Möglichkeit, Lebensmittel und Feuerholz einzukaufen. Von Caledonia bis zur Parkeinfahrt sind es ca. 20 km.
Dieser Nationalpark, Kanadas Kanu-Nationalpark ist 381 qkm groß; 400 Jahre alte Hemlocktannenwälder und Wasserwege stehen unter Naturschutz. Mit seinen vielen Ahornbäumen ist er im Indianersommer einer der Highlights in Atlantik-Kanada. Kaufen Sie am Eingang (ca. 1 km nach der Einfahrt) einen Paß; im nicht weit davon entfernten Besucherzentrum sind handgearbeitete Kanus, Paddel und Mi’kmaq-Artifakte ausgestellt. Man berät Sie gerne über die Aktivitäten im Park. Kurzbesuchern empfehlen wir, eine kleine Kanutour von Jakes Landing (ca. 7 km vom Parkeingang) zu unternehmen. Selbst für Anfänger kein Problem. Man bekommt an der Kanustation ein Kanu, Schwimmwesten und Paddel und wenn man will, eine kleine Einweisung. Mit ein bis drei Stunden den Fluß hinauf oder auf den Kejimkujik-See hinaus hat man die Paddelei schnell raus. Und erst dann so richtig das Gefühl im weiten Kanada mit seinen großen Seen und riesigen Wäldern zu sein. Diese Aktivität ist einfach ein Muß für jeden Kanada-Besucher. Weißwedelhirsche, Fischadler, Waschbären, Biber und Schildkröten gibt es im Überfluß und viele Tiere haben keine Angst vor den leise dahingleitenden Kanus. Luchse, Schwarzbären und Kojoten sind ebenfalls zahlreich aber scheuen den Menschen und sind daher nicht so leicht zu sehen.
Ausflug Nr. 4 White Point – Lunenburg – Mahone Bay
Die Südküste von Nova Scotia ist deshalb so schön, weil sie so viele unterschiedliche Landschaften aufweist. Kleine alte Fischerdörfchen mit von reichen Seefahrern erbauten Villen, Minihäfen, die weißesten Sandstrände, die man sich vorstellen kann, Granitfelsen, viele Leuchttürme – deshalb heißt diese Strecke auch die Lighthouse Route, Hummerrestaurants, kleine Bed&Breakfasts und Ferienanlagen am offen Atlantik. Die bekanntesten Dörfer sind das mit dem UNESCO Weltkulturerbestätte ausgezeichnete Lunenburg, Mahone Bay und Chester. Wenn der Name Lunenburg Ihnen deutsch anmutet, liegen Sie nicht falsch. Es wurde 1753 von deutschen Immigranten aus Rheinland-Pfalz besiedelt. Die gesamte Südküste weist Namen wie Whynot (Weihnacht), East und West Berlin und viele andere an das deutsche Erbe erinnernde Namen auf. Rheinland-pfälzische Bauern, die noch nie das Meer gesehen hatten, wurden als Söldner hierverfrachtet, es wurde ihnen Land versprochen, das sie dann bitter enttäuschte, denn der Boden, den sie als Sold erhielten, war karg. Vom Überlebenswillen getrieben, wurden sie berühmte Fischer und Schiffsbauer. Der Rennschoner „Bluenose“ der für lange Zeiten alle Rennen gewann, wurde hier gebaut. Das Filmschiff der „Bounty“ für den Film „Die Meuterei auf der Bounty“ hat seine Herkunft auch in Lunenburg. Die ursprüngliche Stadtauslegung von Lunenburg und ihre originelle Architektur besteht noch heute. Es gibt viele Kunstgalerien, Souvenirgeschäfte aller Art, Fischrestaurants, ein Fisheries Museum of the Atlantic und viele kleine Geschäfte. Für jeden der etwas Besonders will, empfehlen wir das 5-Sterne Restaurant „Fleur de Sel“. Es ist eines der besten Restaurants östlich von Montreal! Nicht ganz billig, aber die Aufwendung wert. Und so kommt man hin: Einfach vom Highway Nr. 103 EAST (Osten) fahren und dann die Ausfahrten 12 oder 11 nehmen mit der Beschilderung Lunenburg.
Lunenburg ist nicht der einzige Südküstenort, der sehenswert ist. Von Lunenburg aus gibt es einen wunderschönen Abstecher an der Küste entlang, durch die Dörfer von Blue Rocks und Stonehurst, die die Kulisse für mehrere Hollywoodfilme bildeten. Wir finden es so schön, daß man eigentlich gar nicht mehr weg möchte. Mahone Bay ist ebenfalls ein kleines Fischerdorf, das vor allen Dingen durch seine markanten 5 Kirchen entlang der Bucht bekannt wurde. Mehrere Bistros und kleine Geschäfte sind einen Nachmittag wert. Vielleicht besuchen Sie „Suttles and Seawinds“, ein berühmter Nova Scotia Designer, der sich auf die nordamerikanischen Quilts = Patchworkdecken spezialisiert hat. Oder Amos Pewter, bei dem man veredeltes oder edles Zinnhandwerk erwerben kann. Chester ist der Ort der Reichen. Versteckt in den Wäldern um die Bay und an der Küste entlang verbergen sich fantastische Villen. Die Häuser im Ort können zwar mit dem Standard nicht mithalten, dafür strahlen Sie den romantischen Flair und modernde Eleganz einer Stadt am Wasser aus. Es gibt hier eine selten-schöne Glasmanufaktur (Chez Glass), die Klar- und Buntglas zu interessanten Objekten und Gebrauchs-gegenständen verarbeitet – recht empfehlenswert. Von hier kehren Sie auf den Highway Nr. 103 zurück, der Sie Richtung Yarmouth nach White Point bringt.
Ausflug Nr. 5 White Point – Annapolis Valley – Weingüter
Während wir dies im September schreiben, sind es noch 30 Grad Celsius (abends um 19:30 h) und das schon seit Tagen. Mit dieser Information wollen wir mit einem Mythus aufräumen, der für ganz Kanada herrscht – es liegt im Norden und deshalb ist es kalt! Mitnichten, sagen wir! Nova Scotia hat ca. 3000 Sonnenstunden im Jahr (Deutschland so um 1600). Wir haben lange Sommer mit sehr wechselhaftem Wetter, von Mai bis Oktober. Es ist heiß, es regnet manchmal, es kann kühl sein, es kann stürmisch sein, aber das Wetter ändert sich alle 5 Minuten – so die ortsansässigen Wetterfrösche. Aber in der Regel sind Sommer lang und schön. Besonders wenn sie Ende September bis Mitte Oktober in den Indianersommer übergeben – wer kann sich in Oktobertage mit 28 Grad und tiefblauem Himmel vorstellen und nachts leichten Bodenfrost – ohne den gibt’s nämlich keinen farbenfrohen Indianersommer.
Und weil wir soviel Sonnenstunden haben und weil es im Sommer bei uns so schön warm ist, gibt es bei uns auch Wein, und zwar am liebsten im Annapolis-Tal, das vor mehreren Jahrhunderten schon von den cleveren Holländern und Franzosen entdeckt wurde. Die Franzosen (erinnert Euch an die Akadier) bauten die Deiche und machten das Land fruchtbar. Die Holländer kamen mit ihrem landwirtschaftlichen Wissen, entdeckten, wie fruchtbar es war und schwupp – gab es im Annapolis-Tal riesige Apfelplantagen. Und heute Weinanbau. Das hat ein bißchen länger gedauert….bis vor ca. 15 Jahren ein Schweizer mit seiner Familie kam, das Potential sah, ein verrottetes Weingut zu einem der schönsten Weingüter in Ostkanada aufbaute , was heute zu den superchicsten Einrichtungen in Atlantik-Kanada gehört – Domaine de Grand Pre oder Grand Pre Winery genannt. Und so kommt man hin:
Nehmen Sie wieder den Highway Nr. 103, fahren ca. 85 km bis zur Ausfahrt 8, Windsor. Bei Windsor nehmen Sie dann den Highway Nr. 101 WEST in Richtung Kentville. Nach ca. 7 km fahren sie an der Ausfahrt 10 auf den Highway Nr. 1 und nach Grand Pre. Hier zeigt ein Schweizer, was man machen kann, wenn man nach Kanada einwandert. Anders als andere Winzer in Nova Scotia werden nur Nova Scotia-Reben verwandt und kreieren einen der feinsten Landweine in Nova Scotia. Eine Weinprobe mit ca. 4 Weinen kostet ca. $6 und geführte Touren durch den „Weinberg“ gibt es um 11 h, 15 h und 17 h. Im Weinshop kann man Wein und Kunst erwerben, im Restaurant „Le Caveau“, ein weiteres Top-Restaurant in Nova Scotia wird der örtliche Wein mit feinem Essen gepaart.
Außerdem gibt es in Grand Pre einen kleinen historischen Nationalpark, der die Geschichte der Vertreibung der Akadier durch die Engländer erzählt, berühmt geworden durch die Novelle „Evangeline“ des amerikanischen Poeten Longfellow. Wenn Sie am Parkplatz des Parks vorbeifahren, kommen Sie nach wenigen Kilometern zur Evangline Beach, ein beliebter Badestrand, an dem sich von Ende Juli bis Anfang September Millionen von migrierenden Küstenvögeln zusammenfinden.
Von Grand Pre kann man einen weiteren Kurzabstecher ins Gasperau-Tal machen, in dem es weitere Weingüter gibt.
Das nahegelegene Wolfville ist eine charmante Universitätsstadt mit Pubs, kleinen Restaurants, Bistros und schönen alten Häusern. Von Grand Pre auf dem Highway 1 sind es nur 5 km. Am Samstag ist der Farmers Market, auf dem auch einige Deutschkanadier ihre Waren wie Brot, Wein, Kuchen, etc. anbieten, sehenswert. Unweit von hier liegt der Weiler Port Williams in dem es einen netten Pub (The Port) direkt am Cornwallis River gibt, von dem man die Gezeitenunterschiede sehr gut beobachten kann. Der malerische Hafen Halls Harbour (Route 359) hat sich zu einem Hummerhafen gemausert, man kann dort rustikal draußen oder drinnen Hummer vertilgen. Wenn Sie einen Teil des Tages mit Wandern verbringen möchten, fahren Sie durch Port Williams zum Cape Blomidon, auf dem ein Provinzpark etabliert ist. Wer mehr Zeit hat (mind. 1 vollen Tag) fährt nach Scots Bay, von wo ein Wanderweg zum dramatischen Cape Split führt.
Ausflug Nr. 6 White Point – Annapolis Royal –Digby –Walbeobachtung
Sie fahren wie im Ausflug Nr. 3 beschrieben bis zum Kejimkujik Nationalpark im Inland, aber am Park vorbei Richtung Annapolis Royal auf der Nr. 8. Annapolis ist Kanadas älteste Siedlung (1604), die heute noch von alten großzügigen Patrizierhäusern geziert wird. Im englischen Fort Anne erlebt man die Anfänge der erobernden Europäer und in der Habitation (beide unterstehen der Nationalparkverwaltung Parks Canada) die Eroberung eines unbekannten Kontinents. Am Annapolis Basin gelegen ist diese Gegend nicht nur historisch interessant, sondern bietet auch erholungsmäßig einiges. Sollten Sie sich fragen, wo der schmutzig aussehende Schaum im Bassin herkommt (keine Umwelt-Verschmutzung!), dann müssen Sie unbedingt die in Nordamerika einzige Tidal Power Generating Station (ein Gezeitenkraftwerk) besuchen. Im Cafe Compose wird deutsch gesprochen (oder eher österreichisch) und man bekommt richtige Wiener Schnitzel. Außerdem gibt es einen deutschen Bäcker neben den Annapolis Royal Historic Gardens, Gärten, die besonders durch ihre Rosen bezaubern. Am Samstag ist auch hier Farmers Market mitten im Ort. Das sich von Annapolis Royal bis Windsor ziehende, mehrere Kilometer breite Annapolis-Tal ist eines der fruchtbarsten Täler Kanadas. Zu beiden Seiten ziehen sich niedrige 100-200 Meter hohe Hügelketten, die dem Tal sein spezielles Klima geben.
Aber anstatt ins Annapolis-Tal zu fahren, nehmen Sie den Highway 101 Richtung Digby direkt am Annapolis Basin und Fährenanlegestelle für die Fähre nach Saint John, New Brunswick. Digby steht für zwei Attraktionen; die bunten Boote der Jakobsmuschelflotte die diese Delikatesse aus der Fundybucht holen. Besonders interessant bei Ebbe, da dann die Boote an langen Leinen heruntergelassen, auf dem Meeresboden liegen. Und natürlich kann man die Jakobsmuscheln ganz frisch am Hafen bekommen und auch gleich essen.
Auf jeden Fall sollten Sie zum Wale beobachten gehen. Von Digby folgen Sie der Beschilderung nach Brier Island. Sie fahren eine lange Landzunge, die aus mehreren schmalen Inseln besteht, die mit kleinen Fähren verbunden sind. Die Abfahrtszeiten sind aufeinander abgestimmt. Sie brauchen von Digby aus ca. 1,5 Stunden. Wenn Sie sich in White Point früh aufmachen, können Sie die 13:00 Bootstour nehmen, die ca. 3 Stunden dauert. Verschiedene Walarten, darunter den auf der gefährdeten Artenliste stehenden Nördlichen Glattwal kommen im Sommer in die Bucht zum Paaren und Füttern; sie folgen den Heringsströmen. Sie müssen auf dem gleichen Weg zurück, da der Weg über Yarmouth für eine Tagestour zu lang ist.
Rückreise von White Point nach Halifax
Auf der Rückreise nehmen Sie den Highway Nr. 103, der Ihnen ja nun schon bestens bekannt ist (EAST – Osten) nach Halifax. Die Ausfahrt 2 bringt Sie in die Innenstadt von Halifax. Wenn Sie Zeit haben, empfehlen wir folgenden Abstecher: an der Ausfahrt 5 geht’s raus, wenn man den bekanntesten Leuchtturm Nordamerikas besichtigen will….. Peggy’s Cove (ca. 56 km hin und zurück auf der 333). Peggy’s Cove ist eine der Haupttourismusattraktionen Nova Scotias. Rauhe, glattgeschliffene Granitformationen am Rande des Meeres bestimmen das Bild. Aufpassen bei den Wellenbrechern – jedes Jahr wird mal ein Tourist ins schäumende Wasser geschwemmt. Es ist nicht ungefährlich. Im Leuchtturm ist eine Post untergebracht, eine einmalige Gelegenheit, von dort Postkarten nach Hause zu schicken. Steinmetze schufen eine 30 Meter lange Skulptur in den Granitfelsen. Wie an jedem Touristenort gibt es hier Touristenbusse, Souvenirläden und Restaurants.
Kehren Sie auf der gleichen Route zur 103 zurück; Sie können aber auch die 333 nach Halifax nehmen und dabei an den typischen Fischerdörfern vorbeifahren. Sobald Sie den Stadtrand erreichen biegen Sie auf den Highway Nr. 3 und fahren Richtung Stadtzentrum. Gleichgültig, welche Route Sie auch nehmen, Sie kommen zu einem Kreisverkehr, in dem Sie die zweite Ausfahrt zur Quinpool Road nehmen. Fahren Sie mehrere Straßenblöcke bis zu einer großen Kreuzung mit der Robie Street (das Hotel Atlantica liegt zu Ihrer Rechten). Biegen Sie halbrechts in die Robie Street und fahren wiederum einige Blöcke bis zur South Street, in die Sie links einbiegen. Fahren Sie weiter bis Barrington Street, die Sie in die Downtown bringt.
Selbst wenn Sie das ländliche maritime Kanada genossen haben, wird Ihnen ein letzter Abend in Atlantik-Kanadas größter Stadt, die mit ca. 300.000 Einwohnern nicht sehr groß ist, gefallen. Sie erhalten hier alles, was Sie mit nach Hause nehmen möchten. Hummer kaufen Sie am besten am Flughafen, denn dort wird er fluggerecht verpackt. Eingekauft wird hier normalerweise in großen Shopping Malls, die oft Hunderte von kleinen Geschäften aufweisen. Kleinere Geschäftsstraßen, mehr im europäischen Stil, finden Sie am Hafen und vor allen Dingen rund um die Spring Garden Road und Queen Street. Von der Zitadelle hat man einen fantastischen Blick auf den Hafen und die Stadt, und sie ist natürlich auch historisch interessant. Einen weiteren interessanten Blick haben Sie von der MacDonald-Brücke, wenn Sie bis zur Mitte laufen (es gibt einen Fußgängerweg). Sie haben Kreuzfahrtschiffe entlang der Piers, die Innenstadt und den Hafen zu beiden Seiten vor sich. Oder Sie nehmen den ältesten Fährenservice in Nordamerika, der Halifax mit dem Stadtteil Dartmouth verbindet.
Die Stadt lebt von der Musik ihrer musikfanatischen Einwohner. Es gibt einfach alles, von Klassik bis Rap. In vielen Pubs gibt es Live Music. Erkundigen Sie sich im Hotel, was „in“ ist. In Halifax findet man neben einer Unzahl an Fish und Chips Restaurants die besten Restaurants in ganz Atlantik-Kanada. Von Sushi, Seafood, Steakhäusern, Französisch, Türkisch, Griechisch – es ist so gut wie alles vorhanden. Da Nova Scotia als Meeresdestination einen hohen Stellenwert besonders für ältere Kanadier einnimmt, zieht es viele Fachleute in diese Region, z.B. auch Topköche. Hervorzuheben ist das Restaurant FID (Französisch), The Pressgang, The Five Fishermen (oben im Gebäude angesiedelt) und Seven. Nicht zu vergessen BEAR, dessen Chefkoch die Nr. 4 in Kanada ist. Als Sushi-Restaurant bevorzugen wir Doraku und Sushi Nami Royal neben Pete“s Frootique. Opa ist gut für Griechisch.
Halifax – Flughafen (ca. 35 km)
Wir empfehlen Ihnen, Halifax über eine der Hafenbrücken zu verlassen, um noch einen letzten Blick auf die schöne Stadtsilhouette werfen zu können. Das Einfachste ist, wenn Sie Barrington Street North (Norden) nehmen, die an der MacKay-Brücke endet. Sie müssen eine Maut von 75 cents bezahlen, bitte in Münzen bereithalten! Nach Verlassen der Brücke fahren Sie geradeaus auf den Highway 118 und folgen den Schildern zum Flughafen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Rückflug und behalten Sie Atlantik-Kanada in guter Erinnerung. Dies ist ein Land für Wiederholer – es gibt noch viele schöne Ecken………
